Explorationsbohrung

Grüne und SPD kritisieren geplante Erdölbohrungen im Wattenmeer

SPD und Grüne in Schleswig-Holstein lehnen weitere Ölbohrungen im Nationalpark Wattenmeer ab. Die Ausweitung der Bohrungen sei sogar gesetzeswidrig, da das Nationalparkgesetz jede Ölbohrung oder Förderung im Nationalpark verbiete, sagte Grünen-Fraktionschef Karl-Martin Hentschel.

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Kiel (ddp-nrd/sm) - Das Gesetz gewähre lediglich eine Ausnahme für die bereits bestehende Plattform Mittelplate. Der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Konrad Nabel betonte, dass auch eine Erkundungsbohrung eine Erdölbohrung sei und deshalb nicht mit dem Nationalparkgesetz vereinbar sei. Die Sozialdemokraten forderten daher eine Prüfung durch den Wissenschaftlichen Dienst des Landtags.

Ende Januar war bekanntgeworden, dass der Energiekonzern RWE DEA AG im Nationalpark Schleswig-Holstein fünf und in Niedersachsen eine Explorationsbohrung durchführen will. Dafür würde eine Bohranlage gebaut, die rund 18 Monate im Einsatz sein würde. Die Umweltorganisationen WWF und Greenpeace hatten das Vorhaben direkt nach Bekanntwerden heftig kritisiert und rechtliche Schritte angekündigt.