Befürchtungen

Grüne stellen sich gegen neues Mibrag-Kraftwerk

Die Pläne zum Ausbau der Braunkohleverstromung in Sachsen stoßen weiterhin auf heftigen Widerstand der Grünen. Das Ersetzen alter Kraftwerke durch neue emissionsärmere sei nur ein Vorwand zum Ausbau der Technologie, so eine Grünen-Politikerin am Mittwoch.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Magdeburg/Theißen (ddp/sm) - Die Grünen kritisieren Pläne der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (Mibrag), Theißen, die Braunkohleverstromung auszubauen. "Unter dem Vorwand, alte Kraftwerke durch neue emissionsärmere zu ersetzen, sollen in Wirklichkeit die Kapazitäten ausgebaut werden", erklärte Dorothea Frederking, Mitglied des Grünen-Landesvorstandes am Mittwoch in Magdeburg.

Die drei Mibrag-Industriekraftwerke Deuben, Mumsdorf und Wählitz hätten zusammen eine Leistung von 170 Megawatt und lieferten vorrangig Energie für die Tagebaue Vereinigtes Schleenhain (Sachsen) und Profen (Sachsen-Anhalt). Nun solle ein neues Kraftwerk mit 660 Megawatt am Tagebau Profen entstehen. Das bedeute auch den Aufschluss weiterer Tagebaugebiete und den Verlust von Landschaft.