Landtagsabgeordnete bei NaturEnergie AG

Grüne Rückendeckung für die "Große Wasserkraft"

Die baden-württembergische Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat der NaturEnergie AG bei einem Besuch der Wasserkraftregion Hochrhein Unterstützung zugesagt. Es geht darum, die sogenannte "Große Wasserkraft" ebenfalls mittels des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zu fördern. Nur dann könne der Neubau des geplanten Wasserkraftwerks finanziert werden.

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Die baden-württembergische Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen setzt sich weiterhin für die Förderung der "Großen Wasserkraft" durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ein, um die Klimaschutzziele von Bund und Land zu erreichen. Bei einem Besuch in der Wasserkraftregion Hochrhein begrüßte es der Fraktionsvorsitzende Winfried Kretschmann, dass Bundesumweltminister Jürgen Trittin Neu- und Ausbaumaßnahmen von großen Wasserkraftwerken in den Referentenentwurf des Gesetzes aufgenommen hat.

Im Ausbau von bestehenden Kraftwerksstandorten liege die Chance, eine Mehrproduktion von sauberem Strom gleichzeitig mit einem besseren Schutz der Natur zu verbinden. Diese "doppelte Dividende für Natur- und Umweltschutz" sei ein wichtiger Baustein für eine zukunftsfähige Energiepolitik in Deutschland.

Winfried Kretschmann informierte sich mit einer Delegation der grünen Landtagsfraktion am Freitag über den geplanten Neubau des NaturEnergie-Kraftwerks im südbadischen Rheinfelden. Dr. Gerhard Haury, Aufsichtsratsvorsitzender der NaturEnergie AG, wies dabei darauf hin, dass die Förderung der "Neuen Großen Wasserkraft" durch das EEG in eine kritische Phase getreten sei. Während das Umweltministerium den Ausbau der großen Wasserkraftwerke unterstütze, gebe es vor allem im Berliner Wirtschaftsministerium aber auch in Teilen der SPD-Fraktion erhebliche Widerstände. Deshalb sei die Unterstützung der Wasserkraft als tragende "grüne Energie des Südwestens" durch alle politischen Kräfte in Baden-Württemberg ein essentieller Faktor.

Dr. Walter Witzel, energiepolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion, begrüßte die Ergebnisse des kürzlich veröffentlichten Fichtner-Gutachtens zur Frage der EEG-Förderung der "Großen Wasserkraft". Die im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellte Studie sei ein wichtiger Beitrag zur Versachlichung der Diskussion und belege das Potenzial, das im Ausbau der bestehenden großen Wasserkraftanlagen liege. In den kommenden zehn Jahren könne so ein zusätzliches Stromerzeugungspotenzial von mehr als einer Milliarde Kilowattstunden Strom pro Jahr erschlossen werden.