Strategien von vorgestern

Grüne nennen Milbradt "Unions-Schlusslicht" bei Energiepolitik

Die Grünen werfen der sächsischen Staatsregierung Untätigkeit und Ignoranz beim Thema erneuerbare Energien vor. Es fehle ein politisches Signal und ganz offensichtlich auch der politische Wille, sich den Umwelt- und Energieproblemen zu stellen, sagte der umweltpolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Dresden (ddp-lsc/sm) - Laut den Grünen werde zum Beispiel unbeirrt an der Braunkohle festgehalten, statt jetzt die Weichen für eine neue Energiepolitik ab 2015 zu stellen, wenn die Braunkohlekraftwerke in Sachsen abgeschrieben sein werden.

"Ministerpräsident Milbradt ist den Interessen der Energiekonzerne offenbar so sehr verpflichtet, dass er innerhalb der Union schon das politische Schlusslicht ist!, sagte Johannes Lichdi, umweltpolitischer Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion gegenüber der Nachrichtenagentur ddp. Während die Union auf Bundesebene sich dem Thema erneuerbare Energien öffne und die Gefahr des Klimawandels erkannt habe, hielten Milbradt und sein Kabinett in Energiefragen noch immer an Strategien von vorgestern fest. Selbst dort, wo die Staatsregierung selbst und sofort aktiv werden könnte, geschehe nichts, kritisierte Lichdi. Noch immer gebe es in Sachsen zum Beispiel keinen Plan für ein effektives Energiemanagement bei öffentlichen Gebäuden. Auch müssten die baulichen und planerischen Beschränkungen in Sachsen für Windkraftanlagen gelockert werden.