"Wir brauchen Dialog"

Grüne loben Energiekonzern RWE für Energiepakt

Die Grünen loben den Energiekonzern RWE für dessen Ankündigung, einen neuen Energiepakt für Deutschland zu schmieden. "Das ist ein guter Schritt", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Bärbel Höhn, der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".

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Essen (ddp/sm) - Höhn reagierte damit auf einen Vorstoß des neuen RWE-Chefs Jürgen Großmann, der zu einem Miteinander von Verbrauchern, Politik und Energiewirtschaft aufgerufen hatte. "In der Debatte um steigende Strompreise brauchen wir den Dialog, und ich biete Herrn Großmann dieses Gespräch an", sagte Höhn. Sie hatte das Strategiepapier des RWE-Vorsitzenden vorab von ihm erhalten und will ihm nun in einem Brief darauf antworten.

Bärbel Höhn, die in ihrer Amtszeit als nordrhein-westfälische Umweltministerin mit RWE heftige Wortgefechte um die Energiepolitik geführt hatte, begrüßt die Neuausrichtung des Konzerns, der sich künftig stärker im Bereich der Erneuerbaren Energien engagieren will. Den Ankündigungen müssten aber weitere Taten folgen: "Herr Großmann verspricht eine saubere und nachhaltige Energieversorgung. Doch ich sehe es kritisch, dass er die Braunkohle unverzichtbar nennt und die Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken fordert. Das sind die alten RWE-Positionen. Und das bleibt für mich ein schmutziges Geschäft." Großmanns Wunsch nach einem Neuanfang sei nicht zuletzt aus der Not geboren. "Der Konzern muss sich Gedanken machen, denn der Ruf ist schlecht und die Resonanz bei den Kunden sinkt", sagte Höhn.