Vorerst gestoppt

Grüne Liga: Trockenlegung der Lakomaer Teichlandschaft ausgesetzt

Die Trockenlegung der Lakomaer Teichlandschaft bei Cottbus soll bis Ende Februar ausgesetzt werden. Das habe das Verwaltungsgericht Cottbus festgelegt, sagte der Sprecher der Grünen Liga, René Schuster, am Sonntag in Cottbus. Damit hätten die Naturschutzverbände einen ersten, wichtigen Teilerfolg errungen.

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Cottbus (ddp-lbg/sm) - Am Montag wollte der Energiekonzern Vattenfall Europe Mining eigentlich mit der Stilllegung eines Teils des Hammergrabens beginnen. Das Verwaltungsgericht habe das Unternehmen aufgefordert, bis 28. Februar keine Maßnahmen zur Trockenlegung des Teichgebiets durchzuführen, sagte Schuster.

Die Grüne Liga und Unterstützer von den Umweltorganisationen BUND, NABU und Robin Wood hatten vor dem Verwaltungsgericht gegen das Vorhaben geklagt und am 4. Januar bereits einen ersten Teilerfolg erreicht. Das Gericht stoppte vorläufig die Rodungsarbeiten im Landschaftsschutzgebiet "Peitzer Teichlandschaft" und im Hammergraben in Lakoma.

Der Konzern will aus der Teichlandschaft im Tagebau Cottbus-Nord über 40 Millionen Tonnen Braunkohle für das 3 000-Megawatt-Kraftwerk Jänschwalde bei Peitz abbaggern. Als Ersatz will Vattenfall eine Ersatzfläche im Spreegebiet renaturieren. Im Lakomaer Teichgebiet leben nach Angaben von Naturschützern rund 170 bedrohte Tier- und Pflanzenarten, unter anderem die Rotbauchunke und der Eremitenkäfer.