Grundwasser

Grüne Liga sieht Braunkohleabbau als Ursache für Wassermangel

Die Grüne Liga Brandenburg sieht im Braunkohleabbau die Ursache für den akuten Wassermangel in der Lausitz. Es sei eine drastische Reduzierung der Braunkohle-Verstromung nötig, sagte ein Sprecher am Mittwoch in Potsdam, da die Tagebauer der Lausitz das Grundwasser entzögen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Potsdam (ddp-lbg/sm) - "Wenn sich der Bergbau für die Einleitung von Grubenwasser in Flüsse regelmäßig als Ökoheld feiert, ist das reinster Etikettenschwindel", hieß es. Tatsächlich fehlten in der Lausitzer Wasserbilanz mindestens die Tausenden Kubikmeter, die durch die Kühltürme der Kraftwerke in die Atmosphäre abgegeben werden.

Der Klimawandel werde in der Lausitz selbst gemacht. Die Politik müsse aufhören, die Kohlewirtschaft mit Samthandschuhen anzufassen. Die Kohlewirtschaft sei der Hauptverursacher der Klimakatastrophe. Die Umweltschützer dringen auf drei Sofortmaßnahmen: eine strengere Zuteilung von Kohlendioxid-Verschmutzungsrechten, eine Änderung des Brandenburgischen Wassergesetzes und die Erhaltung der Lacomaer Teichlandschaft.

Nach Ansicht der Liga haben Braunkohle-Großkraftwerke wie in Jänschwalde jahrzehntelang mit geringen Wirkungsgraden Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre geblasen. Das solle nach Plänen des Betreibers Vattenfall Europe Mining AG auch in den kommenden 50 Jahren der Fall sein. "Dieses Umweltverbrechen muss so bald wie möglich gestoppt werden", betonte der Sprecher.