Kein "billiger" Atomstrom

Grüne kritisieren Unions-Ruf nach Abkehr vom Atomausstieg

Die Grünen weisen das Drängen der Union auf eine Abkehr vom Atomausstieg entschieden zurück. Atomkraft sei keineswegs sicher, wie etwa die Pannenserie in den Atommeilern Brunsbüttel und Krümmel vor einem Jahr zeige oder die Vorfälle im umstrittene Atommülllager Asse II, argumentierte Grünen-Chefin Claudia Roth.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Auch wisse man nicht, wie man Atommüll sicher endlagern könne. "Blanker Populismus" sei zudem das Schlagwort vom "billigen Atomstrom", kritisierte Roth weiter. Die AKW-Betreiber verdienten täglich eine Million Euro, die sie auch ohne längere Laufzeiten der Atommeiler an die Kunden zurückgeben könnten. Laufzeitverlängerungen stärkten nur die Vormachtstellung der Energieriesen und ermöglichten ihnen "längere Abzocke", warnte die Grünen-Vorsitzende.

Zugleich warb sie für eine Übertragung der Laufzeiten alter Atomkraftwerke auf neuere Meiler. Die älteren AKW müssten "abgeschaltet werden, weil sie in großes Unsicherheitspotenzial darstellen", sagte Roth.