Gas und Kohle

Grüne: Keine Versorgungslücke durch Atomausstieg

Deutschland droht nach Ansicht der Grünen in den kommenden Jahren trotz der Abschaltung der ältesten acht Atomkraftwerke kein Engpass in der Stromversorgung. Es seien genügend Gas- und Kohlekraftwerke bereits im Bau oder genehmigt, um den Wegfall der AKW abzufangen.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Frankfurt/Main (dapd/red) - Dies berichtete die "Frankfurter Rundschau" (Dienstagausgabe) vorab. Laut der Erhebung der Grünen-Bundestagsfraktion bei Stadtwerken und Energiekonzernen seien in der Bundesrepublik derzeit neun neue Gaskraftwerke im Bau oder so weit genehmigt, dass ihr Bau sicher ist, schrieb die Zeitung.

Gas und Kohle können Atomkraft kompensieren

Berücksichtige man die am Montag veröffentlichte Erhebung der Deutschen Umwelthilfe über im Bau befindliche Kohlekraftwerke, entstünden bis 2014 insgesamt 18 fossile Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von etwa 13,25 Gigawatt. Die acht deutschen AKW, die nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima stillgelegt wurden, hätten lediglich eine Gesamtkapazität von 8,4 Gigawatt.

Grünen-Energieexperte Oliver Krischer sagte dem Blatt: "Von einer Versorgungslücke kann keine Rede sein." Auch die Möglichkeit, ein derzeit abgeschaltetes Atomkraftwerke zur Absicherung der Versorgungssicherheit wieder ans Netz zu nehmen, müsse die Bundesregierung nun verwerfen.