Konferenz Windstärke08

Grüne: Großes Potenzial in Offshore-Windenergie

Bremens Umweltsenator Reinhard Loske (Grüne) setzt in die geplanten Offshore-Windparks große Hoffnungen für die Energiegewinnung. Windenergieanlagen im Meer hätten ein "großes Potenzial, Deutschland preiswert mit Strom zu versorgen", sagte Loske zu Beginn der Konferenz "Windstärke08 - Kurs Offshore" am Montag in Bremen.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Bremen (ddp-nrd/sm) - Die Entscheidung des Bundestags, die Vergütung für Strom aus Offshore-Windparks deutlich anzuheben, gebe zudem der Umweltwirtschaft in der Küstenregion einen "außerordentlichen Impuls".

Der Organisator der Konferenz, Jan Rispens, erwartet wegen der verbesserten Rahmenbedingungen ebenfalls eine dynamische Entwicklungs- und Bauphase in Deutschland. Es sei durchaus realistisch, bis zum Jahr 2030 durch den auf See erzeugten Strom 15 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs abdecken zu können. Die Entwicklung werde ähnlich wie an Land voranschreiten.

Auch der Offshore-Experte der Baufirma Züblin, Klaus Weber, betonte: "Solche Großprojekte sind stemmbar." Felix Debierre vom Anlagenhersteller Multibrid sagte, habe sich die Energiegewinnung auf See in Deutschland etabliert, gebe es ein "riesiges Potenzial" für den Export nach Nordeuropa. Bremerhaven, wo sich viele Windenenergie-Firmen angesiedelt haben, sei dafür ein guter Standort.

Noch in diesem Jahr wird der erste deutsche Windpark auf hoher See mit zwölf Windkraftanlagen nördlich von Borkum gebaut. Verträge für den Bau weiterer Offshore-Windparks in der deutschen Nord- und Ostsee wurden bereits abgeschlossen und werden derzeit für den Bau ab 2009 vorbereitet. Zu der dreitägigen Offshore-Konferenz in Bremerhaven haben sich knapp 400 Teilnehmer angemeldet.