Vorbildfunktion

Grüne fordern von Landesregierung Umstieg auf Ökostrom

Die Grünen im saarländischen Landtag haben die Landesregierung aufgefordert, in den eigenen Verwaltungen auf Ökostrom umzusteigen. Ein Wechsel zu Anbietern mit einer nachhaltigen Energieerzeugung könne ein Signal für die Bürger und die Industrie sein, so Parteichef Hubert Ulrich.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Saarbrücken (ddp-rps/sm) - Er begründete seine Forderung außerdem mit der erneuten Preisrunde auf dem Energiemarkt. Ökostrom sei nicht mehr teurer als Strom aus anderen Energiequellen. Dass flächendeckende Verträge mit Ökostromanbietern möglich seien, zeigten das Bundesumweltministerium und nachgeordnete Behörden, die bereits seit Jahren Ökostrom bezögen, betonte Ulrich.

Welche Einsparungen an klimaschädlichen Emissionen möglich seien, belege auch das Handbuch der EU zu umweltfreundlicher Beschaffung. Demnach könnte ein Umstieg auf den Bezug von nachhaltig erzeugtem Strom bei den EU-Behörden den CO2-Ausstoß um rund 60 Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren. Dies würde nach Angaben der Grünen etwa 18 Prozent der Verpflichtungen der EU zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen aus dem Kyoto-Protokoll entsprechen.

Der Umstieg auf ökologisch erzeugte Energie sei damit ein Beitrag zum Klimaschutz, bei dem das Saarland als Bundesland beispielgebend sein könne, betonte Ulrich.