Niedersachsen

Grüne fordern Offenlegung des AKW-Prüfberichts von Esenshamm

Die Öffentlichkeit muss nach Ansicht der Grünen umgehend über das Resultat der Sicherheitsprüfung im AKW Esenshamm an der Unterweser informiert werden. Seit Jahren werde die Veröffentlichung der Ergebnisse verschleppt, sagte Andreas Meihsies, atompolitischer Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion.

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Hannover (ddp/sm) - Es stelle sich die Frage, welche Sicherheitsmängel das Umweltministerium und der Energiekonzern E.ON verschweigen wollten. Auf Nachfragen der Grünen sei stets auf einen späteren Zeitpunkt der Offenlegung des Prüfberichts verwiesen worden, sagte Meihsies.

Das niedersächsische Umweltministerium wies die Vorwürfe zurück. Das auf freiwilliger Basis erstellte Gutachten stehe kurz vor dem Abschluss und könne in den nächsten Wochen veröffentlicht werden, sagte Sprecherin Jutta Kremer-Heye auf ddp-Anfrage.

Meihsies betonte, das 1978 in Betrieb genommene AKW Esenshamm sei in den vergangenen Jahren wegen zahlreicher Störfälle in die Kritik geraten. Kremer-Heye widersprach dieser Darstellung. Es habe in diesem Jahr lediglich drei meldepflichtige Ereignisse der untersten Kategorie N gegeben. Im Jahr zuvor seien es zehn solcher Ereignisse von sicherheitstechnisch untergeordneter Bedeutung gewesen. Es könne nicht sein, dass Politiker "mit solchen Meldungen die Bevölkerung aufscheuchen", betonte sie.