Nachholbedarf

Grüne fordern Masterplan zum Klimaschutz im Saarland

Die Grünen fordern von der Landesregierung einen Aktionsplan zum Klimaschutz im Saarland. In einem Masterplan sollten Maßnahmen zu einer kurzfristigen Reduzierung des landesweiten CO2-Ausstoßes aufgelistet werden, sagte Grünen-Chef Hubert Ulrich am Montag in Saarbrücken.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Saarbrücken (ddp-rps/sm) - Vor allem beim Energieverbrauch in der Landesverwaltung und beim Ausbau erneuerbarer Energien habe das Saarland "starken Nachholbedarf". Zudem müsse das Land seine Förderpolitik konsequent an den Klimaschutz anpassen, forderte der Grünen-Chef. Wer öffentliche Fördermittel erhält, müsse auch einen Beitrag zum Klimaschutz durch ökologische Ausrichtung von Baumaßnahmen oder Energieeinsparung in Haushalt, Büro oder Produktionsstätte leisten.

Den geplanten Neubau eines Kohlekraftwerkes in Ensdorf kritisierte der Grünen-Vorsitzende als "maßlos überdimensioniert". CDU-Fraktionschef Peter Hans hingegen verteidigte den geplanten Neubau. Dessen CO2-Bilanz sei deutlich besser als bei älteren Kraftwerken. Zwar wäre auch ihm ein CO2-freies Kohlekraft lieber, dies sei aber bei dem derzeitigen Stand der Technik kaum möglich, sagte Hans.

Laut SPD-Fraktionschef Heiko Maas muss zunächst geklärt werden, ob es tatsächlich zu dem Neubau kommt. Kraftwerksbetreiber RWE hatte eine endgültige Entscheidung über die Zwei-Milliarden-Euro-Investition von politischen Rahmenbedingungen beispielsweise beim Emissionshandel abhängig gemacht.