In NRW

Grüne fordern konkrete Zielvorgaben zum Energiesparen

Die Grünen im Düsseldorfer Landtag erwarten vom Energiegipfel der Bundesregierung in der kommenden Woche eine konkrete Zielvorgabe zum Energiesparen. Sinnvoll sei, eine Absenkung des Verbrauchs um 30 Prozent bis 2020 anzustreben.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Dieses politisches Ziel müsse mit konkreten Programmen unterfüttert werden. Dazu gehörten auch ein Tempolimit auf den Autobahnen von 130 Stundenkilometern und Anreize zur Gebäudesanierung, sagte Grünen-Fraktionsvize Reiner Priggen am Donnerstag in Düsseldorf.

Angesichts drastisch steigender Öl- und Gaspreise müsse auf dem Gebiet des Energiesparens "deutlich mehr" gemacht werden, mahnte Priggen. Er sieht darin auch einen industriepolitischen Nutzen: Deutschland könne zum Marktführer innovativer Techniken werden. Dies sei nicht zuletzt von Vorteil für das Industrieland Nordrhein-Westfalen. Nach Angaben des Politikers könnten bereits mit heutiger Technik nach Schätzungen in Privathaushalten 30 Prozent und bei Industrie und Gewerbe 20 Prozent des Energieverbrauchs eingespart werden, ohne Produktivitäts- oder Wohlstandverluste hinnehmen zu müssen.

Die großen in NRW ansässigen Energieunternehmen forderte der energiepolitische Sprecher der Grünen-Fraktion zu mehr Investitionen in die Forschung auf. Die Ausgaben in diesem Bereich seien bisher zu gering, kritisierte er. Er erwarte vom Gipfel, dass es hier zu einer "Trendwende" komme. Der Grünen-Politiker sprach sich zudem für mehr Wettbewerb im Strom- und Gasmarkt aus. Fehlender Wettbewerb sei die Hauptursache für überhöhte Strom- und Gaspreise.