Katalogisierung

Grüne fordern Bio-Energiekonzept für das Saarland

Geht es nach den saarländischen Grünen, muss das Saarland stärker den Bau großflächiger Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien auf vorbelasteten Flächen ermöglichen. Es müsse eine Strategie entwickelt werden, die eine "verantwortungsbewusste Nutzung" regenerativer Energieträger gewährleiste.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Saarbrücken (ddp-rps/sm) - Die saarländischen Grünen haben von der Landesregierung ein Bio-Energiekonzept gefordert. Ziel müsse es sein, den Bau großflächiger Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien auf vorbelasteten Flächen zu ermöglichen, forderte Grünen-Chef Hubert Ulrich in Saarbrücken. Im Saarland stünden eine Vielzahl von Altstandorten und Industriebrachen zur Verfügung. Diese könnten problemlos für den Bau von großen Solaranlagen oder Biomassekraftwerken genutzt werden, sagte Ulrich.

Nach Ansicht des umweltpolitischen Sprechers der Grünen, Klaus Borger, müsse eine Strategie entwickelt werden, die eine "verantwortungsbewusste Nutzung" regenerativer Energieträger gewährleiste. Die Grünen erwarten deshalb, dass eine Katalogisierung geeigneter Altflächen erstellt wird, um möglichen Investoren Standorte anbieten zu können. Nach Schätzungen von Borger könnten im Saarland 2000 Hektar zur Verfügung stehen. Würde diese Flächen genutzt, könne ein zusätzlicher Landschaftsverbrauch für Großanlagen vermieden werden.

Mit Blick auf die geplante Fotovoltaikanlage durch das Unternehmen Shell-Solar in Bliesransbach stellte Ulrich klar, die Grünen wären bereit, diesen Standort zu akzeptieren, wenn es keine Alternative gäbe. "Aber es gibt ja genügend andere", betonte er.