Debatte

Grüne: Energiesparlampe kleineres Übel als Glühbirne

Die Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament, Rebecca Harms, hält die quecksilberhaltige Energiesparlampe für das kleinere Übel im Verhältnis zur energiefressenden Glühbirne. Harms reagiert damit auf neue Testergebnisse, die vor allem den hohen Quecksilbergehalt monierten.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Osnabrück (dapd/red) - Das Quecksilber in den Energiesparbirnen sei zwar ein Problem, sie halte es jedoch für wichtiger, dass diese Leuchtkörper wesentlich weniger Enegie verbrauchen als herkömmliche, sagte Harms der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstagsausgabe) laut Vorabbericht.

Das Umweltbundesamt hatte vergangene Woche mitgeteilt, Tests mit zwei zerbrochenen Energiesparlampen hätten ergeben, dass die Quecksilberwerte bis zu 5 Stunden lang 20 Mal höher sind als zulässig. Daraufhin forderten Verbraucherschützer, das EU-Verbot für klassische Glühbirnen auszusetzen. Harms wies dies zurück.

Wichtig sei jetzt, dass die Rücknahme der schadstoffhaltigen Sparlampen weiter verbessert und vereinfacht werde, betonte sie. "Um das zu ändern, arbeiten wir mit Hochdruck an der sogenannten Waste Directive, also der Elektroschrott-Richtlinie der EU", sagte sie. Schon jetzt gebe es für Energiesparlampen spezielle Sammelstellen in Gemeinden.