Zukunftskonferenz in Schwedt

Grüne: Brandenburg könnte 2030 nur mit erneuerbaren Energien auskommen

Brandenburg könnte nach den Worten von Grünen-Landeschef Axel Vogel ab 2030 komplett mit erneuerbaren Energien auskommen. Derzeit könnte etwa ein Drittel des Strom- und Treibstoffbedarfs im Land mit nichtfossilen Energieträgern produziert werden, sagte Vogel am Donnerstag in Potsdam.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Potsdam (ddp-lbg/sm) - Das Land könne derzeit jährlich 680 Millionen Liter alternative Treibstoffe produzieren. Rechnerisch decke dies ein Drittel des märkischen Gesamtbedarfs an Benzin und Diesel. Die Gesamtmenge des mit erneuerbaren Energien produzierten Stroms liege ebenfalls bei 30 Prozent des Verbrauchs. Es sei kein Problem, den Primär-Energiebedarf in 25 Jahren zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien abzudecken, betonte der Grünen-Politiker.

Vogel verwies auf eine Zukunftskonferenz der Grünen am Samstag in Schwedt (Oder). Sie trage den Titel "Weg vom Öl - Die Ressourcen der Zukunft sind erneuerbar". Schwedt sei mit Absicht als Veranstaltungsort gewählt worden, weil die Stadt wie keine andere in Brandenburg von Erdöl abhängig sei. Die Stadt habe sich aber auch zu einem europäischen Technologie- und Produktionszentrum bei der industriellen Verarbeitung nachwachsender Rohstoffe entwickelt.

Zu der Zukunftskonferenz erwarten der Brandenburger und der Berliner Grünen-Landesverband Fachleute aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft wie ihren Bundesvorsitzenden Reinhard Bütikofer, Bundestagsfraktionschefin Renate Künast, Tobias Münchmeyer von Greenpeace und Ruprecht Brandis vom Energiekonzern Deutsche BP AG.