Kohlestreit

Grüne attackieren Steinkohlepolitik der NRW-SPD

Die Grünen in Nordrhein-Westfalen (NRW) werfen der SPD des Landes vor, mit ihrer Forderung nach einem dauerhaften Sockelbergbau dem Ruhrgebiet zu schaden. "Das ist ein Signal des Rückschritts", sagte der energiepolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Reiner Priggen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp-nrw/sm) - Gegenüber der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" sagte er weiter, wegen der ausufernden Kosten je geförderter Tonne Steinkohle und ungewisser Altlasten gebe es keine Alternative zum frühestmöglichen und kompletten Ausstieg aus der Kohle.

"Die Bundesregierung muss noch im Januar einen Endpunkt nennen", forderte Priggen. Er hält den Angaben zufolge einen Ausstieg ohne Entlassungen im Jahr 2015 für möglich. Kohle sei im Revier kein Standortvorteil mehr, sondern ein Nachteil: Das Risiko von Produktionsausfällen wegen Bergschäden schrecke Investoren ab.