Internationale Konzerne

Großes Interesse an Wüstenstrom-Projekt Desertec

Das Wüstenstrom-Projekt Desertec stößt international offenbar auf großes Interesse. Es gebe eine lange Liste an Interessenten, wie Projektleiter Ernst Rauch dem Handelsblatt sagte. Schon mehrere Duzent Konzerne wollen sich an dem Solarstrom-Projekt beteiligen, hieß es.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (afp/ddp/red) - Darüber hinaus habe es mehr als 100 unverbindliche Anfragen gegeben, so Ernst Rauch, Desertec-Projektleiter beim Initiator Münchener Rück, weiter. Mehrere dieser Unternehmen sollen nun zusätzlich als sogenannte assoziierte Partner aufgenommen werden - eine Stufe unter der Vollmitgliedschaft.

20 Konzerne zur Desertec-Gründung

Laut dem Bericht soll bei der Gründung der GmbH Ende Oktober die Zahl der Desertec-Mitglieder von derzeit 13 auf voraussichtlich 20 aufgestockt werden. Aufgenommen werden sollen Verhandlungskreisen zufolge unter anderem der italienische Energieversorger Enel, der spanische Netzbetreiber Red Electrica España, der französische Energieversorger EdF sowie Unternehmen aus Marokko, Tunesien und Ägypten.

Solarstrom aus der Wüste

Desertec will Solar- und Windenergie in den Wüsten Nordafrikas und des Nahen Ostens erzeugen und einen Teil des dort gewonnenen Stroms auch nach Europa importieren. Es ist daher wichtig, auch Unternehmen aus den Staaten an Bord zu haben, in denen die Anlagen stehen oder durch die die Stromnetze verlaufen sollen. Die Initiative war bisher mehrheitlich von deutschen Unternehmen dominiert worden.

Ziel von Desertec ist der Bau großer solarthermischer Kraftwerke in Nordafrika und dem Nahen Osten. Diese sollen bis 2050 mindestens 15 Prozent des europäischen Strombedarfs decken. Das Investitionsvolumen wird auf 400 Milliarden Euro geschätzt.

Quelle: AFP