Umfrage

Große Windkraft-Akzeptanz in NRW / Opposition sieht das anders (aktualis.)

Als Ergebnis einer Umfrage unter den fünf NRW-Bezirksregierungen zum Stand der Windkraftplanung könne festgestellt werden, dass die Gemeinden in NRW "ihre Hausaufgaben weitgehend gemacht und die Windenergienutzung positiv gesteuert" hätten, erklärte Städtebauminister Vesper.

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Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Der Ausbau der Windenergie in Nordrhein-Westfalen stößt laut einer vom NRW-Städtebauministerium in Auftrag gegebenen Umfrage in der Bevölkerung auf hohe Akzeptanz. Wie Städtebauminister Michael Vesper (Grüne) am Dienstag in Düsseldorf mitteilte, gab es Ende Januar dieses Jahres insgesamt 2409 Windkraftanlagen in NRW. Etwa drei Viertel davon seien in so genannten Vorrangflächen oder Konzentrationszonen genehmigt worden.

Als Ergebnis der Umfrage unter den fünf Bezirksregierungen zum Stand der Windkraftplanung könne festgestellt werden, dass die Gemeinden in NRW "ihre Hausaufgaben weitgehend gemacht und die Windenergienutzung positiv gesteuert" hätten, erklärte Vesper. Die Belange des Landschaftsschutzes und die Interessen der Anwohner seien berücksichtigt worden. "Ein Wildwuchs beim Ausbau der Windkraft" finde in NRW nicht statt, betonte der Minister.

Wie es weiter hieß, sind die Konzentrationszonen zu durchschnittlich 64 Prozent ausgelastet. Im windreichen Regierungsbezirk Detmold betrage die Auslastung sogar 75 Prozent. In nicht so windreichen Regierungsbezirken wie Düsseldorf und Köln seien die Zonen jedoch nur zu 44 beziehungsweise 54 Prozent ausgelastet.

Durch eine Verbesserung der Technik der Windmühlen könne zudem die Wirtschaftlichkeit der Anlagen "mittelfristig" verbessert werden. Zwischen den Jahren 2016 und 2020 könne der Punkt erreicht sein, ab dem Windenergie mit dem Strom aus neuen konventionellen Kraftwerken konkurrieren könne.

Die FDP im Düsseldorfer Landtag kritisierte die Ausführungen Vespers als Einladung an die Windindustrie, weitere Windparks im Land zu errichten. Die Partei der Grünen erweise sich in NRW "als willfähriger Erfüllungsgehilfe der Windindustrie", rügte der FDP-Wirtschaftsexperte Gerhard Papke. Die Windenergie stelle keinen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar, sondern belaste Unternehmen wie Verbraucher mit "gigantischen Subventionskosten". Die CDU forderte, dem "Wildwuchs der Windräder" ein Ende zu setzen. Der Ausbau der Windparks in den vergangenen Jahren habe "unser Land mehr verschandelt als die 40-jährige Industrielandschaft", sagte der parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Helmut Stahl. Von einer Akzeptanz der Windenergie könne deshalb auch "keine Rede" sein.