Atom-Allianz

Großbritannien und Frankreich wollen neue Atomkraftwerke bauen

Briten und Franzosen wollen in der Energiepolitik kooperieren und neue Atomkraftwerke bauen und weltweit verkaufen, wie der Spiegel unter Berufung auf den "Guardian" berichtet. Deutschland gerät mit seinem Atomausstieg immer mehr unter Druck.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

London/Paris (red) - Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und der britische Premierminister Gordon Brown wollen bei einem Gipfeltreffen diese Woche eine enge Zusammenarbeit bei der Atomtechnik vereinbaren, so Spiegel online. Geplant sei zudem ein weltweiter Export der gemeinsam entwickelten Kraftwerke in den nächsten 15 Jahren.

Frankreich deckt bereits jetzt einen großen Teil seines Strombedarfs durch Atomkraftwerke, Großbritannien will in den nächsten Jahren verstärkt auf Atomkraft setzen, um sich von Öl und Gas unabhängiger zu machen.

Der deutschen Energiewirtschaft kommen die Pläne der Nachbarstaaten gerade recht, liefern sie doch gute Argumente, den Atomausstieg rückgängig zu machen. Erst kürzlich hatte RWE-Chef Jürgen Großmann vor Versorgungsengpässen gewarnt, auch E.ON-Chef Wulf Bernotat sprach von drohenden Versorgungslücken und macht sich für eine Laufzeitverlängerung deutscher AKW stark. Umweltstaatssekretär Michael Müller (SPD) widerspricht jedoch, die Konzerne wollten nur Gewinne mit ihren bereits abgeschriebenen Atommeilern machen. Niemand müsse Angst vor einem Stromengpass haben.

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  • Zum Spiegel-Artikel