18 Megawatt

Größter Windpark in Rheinland-Pfalz eingeweiht

Im rheinland-pfälzischen Waigandshain-Homberg im Westerwaldkreis wurden heute zwölf Windräder in Betrieb genommen. Dies entspreche dem Strombedarf von etwa 12 000 Haushalten. Bezogen auf die Lebensdauer der Anlage könnten mehr als 630 000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

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Waigandshain-Homberg (ddp-rps/sm) - Mit einer elektrischen Leistung von 18 Megawatt ist am Freitag der größte Windpark in Rheinland-Pfalz offiziell ans Netz gegangen. Ziel der Anlage in Waigandshain-Homberg (Westerwaldkreis) war es, zwölf Windräder an einem Standort zu konzentrieren und damit einer "Verspargelung der Landschaft" durch Einzelanlagen entgegenzuwirken, wie der Vorstand der Koblenzer Elektrizitätswerk und Verkehrs AG (KEVAG), Jürgen Lipa, anlässlich der Inbetriebnahme sagte. Bei guten Windverhältnissen sollen jährlich etwa 40 Millionen Kilowattstunden Energie in das Netz der KEVAG eingespeist werden.

Dies entspreche dem Strombedarf von etwa 12 000 Haushalten, schätzte Lipa. Bezogen auf die Lebensdauer der Anlage könnten mehr als 630 000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Untersuchungen hätte ergeben, dass Waigandshain-Homberg mit einer Höhe von 607 bis 650 Metern über dem Meeresspiegel ein idealer Standort zur Gewinnung von Windenergie sei.

Der Rat der zuständigen Verbandsgemeinde Rennerod (Westerwaldkreis) hatte entschieden, den Windenergie-Park als einzige Fläche für Windkraftanlagen in ihrem Gebiet festzuschreiben. Durch den Einsatz modernster Werkstoffe und Steuerungstechnik könne die Emissionsbelastung für die Bevölkerung durch Geräusche, Schattenwurf und Lichtreflexion gering gehalten werden, betonte Lipa. Durch ökologische Ausgleichsmaßnahmen seien Auswirkungen auf Fauna und Flora kaum noch erkennbar. Insgesamt 25 Millionen Euro wurden nach Angaben der KEVAG in den Windpark investiert.