Imageschaden befürchtet

Greifswald distanziert sich vom geplanten Kraftwerk Lubmin

Die Greifswalder Bürgerschaft hat sich von dem geplanten Bau eines Steinkohlekraftwerks im nahe gelegenen Lubmin distanziert. Nach heftiger Debatte habe das Stadtparlament am Montag beschlossen, dem neuen Werk nicht den Beinamen der Hansestadt zu übertragen, so eine Sprecherin der Stadtverwaltung.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Greifswald (ddp-nrd/sm) - Die Mehrheit der Bürgerschaftsabgeordneten fürchte durch die Vergabe des offiziellen Namens "Steinkohlekraftwerk Greifswald" einen Imageschaden für die Stadt. Befürworter hatten dagegen darauf verwiesen, dass auch das Steinkohlekraftwerk in Rostock zu keinem Rückgang der Tourismuszahlen in Warnemünde geführt hatte.

Das Kraftwerksprojekt wird derzeit im Internet unmittelbar mit dem Namen der Stadt Greifswald verlinkt. Das Votum der Bürgerschaft hat jedoch keine rechtlichen Konsequenzen für den Bau der Anlage.

Der dänische Konzern Dong Energy will bis 2012 am Greifswalder Bodden für rund zwei Milliarden Euro ein 1600-Megawatt-Kraftwerk errichten. Gegner warnen vor Umweltschäden in der von Tourismus geprägten Region.