Greenpeace zur Ministerweisung: Gemischte Gefühle

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"Wir sehen die Entscheidung von Bundesumweltminister Trittin mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Jeder abgesagte Atomtransporte ist ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings ist jetzt zu erwarten, dass sich der Atommüll am Kraftwerk Neckarwestheim häuft, was ein vergleichbar großes Umweltproblem ist. Der einzig wirksame Schritt, dass Atommüllproblem in den Griff zu bekommen, ist, die Atommüllproduktion zu stoppen, also das Kraftwerk abzuschalten." Mit diesen Worten kommentierte Stefan Schurig, Pressesprecher von Greenpeace Deutschland die Entscheidung von Bundesumweltminister Jürgen Trittin, den geplanten Atomtransport vom Kraftwerk Neckarwestheim ins nordrhein-westfälische Ahaus zu verbieten (das strom magazin berichtete, bitte lesen Sie hier).


In der Presseerklärung heißt es weiter: "Wenn eine Badewanne überläuft, fange ich nicht an zu schöpfen, sondern drehe zuerst den Wasserhahn zu. Minister Trittin hat - so gesehen - den Rand der Badewanne erhöht. Das riesige Umweltproblem mit dem Namen Atommüll ist damit nicht gelöst".


Greenpeace bekräftigte zudem den Aufruf zu friedlichen Protesten gegen Atomtransporte.