Endlager

Greenpeace will Abschied von Gorleben einklagen

Der Salzstock Gorleben ist als Atommüllendlager noch immer nicht vom Tisch. Das will Greenpeace endgültig ändern und reichte hierzu einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Lüneburg ein. Gemeinsam mit den Grundeigentümern geht die Organisation damit gegen eine so genannte Veränderungssperre vor.

Atommüll Lagerung© Markus Schieder / Fotolia.com

Lüneburg (dpa/red) - Mit einem Eilantrag beim Verwaltungsgericht Lüneburg wollen Atomkraftgegner verhindern, dass Umweltministerin Barbara Hendricks den Salzstock Gorleben für eine Nutzung als Atommüllendlager weiter offenhält. Die Umweltorganisation Greenpeace und der Forstbesitzer Fried Graf von Bernstorff wollen das Gericht klären lassen, ob eine sogenannte Veränderungssperre für unwirksam erklärt werden kann. Die Sperre verbietet den Grundstückseigentümern, den Salzstock unterhalb einer Tiefe von 50 Metern zu verändern.

Bislang gebe es keinen Verhandlungstermin, teilte Greenpeace am Donnerstag mit. In einer Verlängerung der Regelung sehen die Kläger eine Vorfestlegung auf Gorleben als möglichen Endlager-Standort.

Greenpeace: Gesetz soll um zehn Jahre verlängert werden

Die Bundesregierung hatte die Verordnung 2005 erlassen. Die Wirksamkeit endet am 17. August 2015. Mathias Edler von Greenpeace sagte, obwohl die Suche nach einem atomaren Endlager ohne Vorfestlegung auf Gorleben laufen solle, plane das Bundesumweltministerium eine Verlängerung des Verbots um weitere zehn Jahre. "Die Bundesregierung muss nun beweisen, dass sie die ergebnisoffene Endlagersuche ernst nimmt und sich von Gorleben verabschieden", sagte Atomexperte Edler.

Quelle: DPA