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Greenpeace warnt vor falsche Hoffnung bei CO2-Speicherung

Die CO2-Abscheidung und -Speicherung könne zu einem "Stolperstein" für den Klimaschutz werden, wie der Greenpeace-Report "Falsche Hoffnung" zeige. Die CCS-Technologie vergeude Energie und Rohstoffe. Man sollte besser in Erneuerbare und Energieeffizienz investieren, so die Umweltschützer.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Hamburg (red) - "Statt weniger Klimagas wird mehr produziert, das dann aufwändig gelagert und langfristig überwacht werden muss", sagt Gabriela von Goerne, Energie-Expertin von Greenpeace. "Unter dem Vorwand, diese Technik werde in Zukunft zur Verfügung stehen, bauen Energiekonzerne weiter klimaschädliche Kohlekraftwerke."

Laut Greenpeace müsste der Klimagasausstoß bis spätestens 2015 die Spitze erreicht haben und dann bis zur Mitte des Jahrhunderts um mindestens 50 Prozent gesenkt werden, um die schlimmsten Auswirklungen der Erderwärmung noch zu vermeiden. Die CCS-Technologie sei jedoch vor 2030 nicht kommerziell einsetzbar, für die Entwicklung seien noch Milliardenbeträge notwendig. Dennoch werde die Abscheidung und Speicherung von CO2 massiv beworben und als "grünes Deckmäntelchen" für den Bau von Kohlekraftwerken missbraucht, kritisieren die Umweltschützer.

"Deutschland kann sich nicht für eine fossile Technik in neuem Gewand entscheiden, von der wir heute noch nicht wissen ob sie jemals funktioniert", meint Gabriela von Goerne und fordert, nehr auf Erneuerbare Energien zu setzen, "die verfügbar sind und deren Ausbaupotenzial gewaltig ist".