Nach erneuter Prüfung

Greenpeace scheitert mit Einspruch gegen Kraftwerk in Boxberg

Greenpeace ist mit seinem juristischen Einspruch gegen einen neuen Block im Braunkohlekraftwerk Boxberg gescheitert. Die Anlage entspreche technisch den rechtlichen Auflagen zum Umwelt- und Lärmschutz, so das Regierungspräsidium Dresden. Dies habe eine erneute Prüfung der Genehmigung ergeben.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Dresden (ddp-lsc/sm) - Greenpeace hatte Ende September den Widerruf der Genehmigung und einen sofortigen Baustopp des Blocks R beantragt, weil dieser jährlich 4,4 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausstoßen werde. Aus diesem Grund besetzten Anfang Oktober auch mehrere Aktivisten der Organisation mehr als 60 Stunden die Baustelle in Boxberg.

Nach Angaben des Regierungspräsidiums trägt der neue Kraftwerksblock "tendenziell auch zur Reduzierung von Kohlendioxid-Emissionen bei". Zur Begründung wurde der Netto-Wirkungsgrad des Blocks von knapp 44 Prozent genannt. Damit könne Betreiber Vattenfall veraltete Anlagen mit einem schlechteren Wirkungsgrad ablösen. Zudem wies die Behörde darauf hin, dass die Öffentlichkeit beim Genehmigungsverfahren im vergangenen Jahr beteiligt worden sei. Dabei habe es keine Einwendungen gegeben.

Der Energiekonzern hatte im Frühjahr den Grundstein für seinen vierten Kraftwerksblock in Boxberg gelegt. Dieser soll ab 2010 Strom auf Basis von Braunkohle erzeugen. In den Neubau investiert das Unternehmen nach eigenen Angaben 800 Millionen Euro.