Kohle ist Dinosauriertechnik

Greenpeace protestiert vor Vattenfallzentrale in Hamburg

Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace haben vor der Vattenfall-Zentrale einen riesigen Dinosaurier aus rostigem Stahl befestigt. Auf Plakaten forderten sie "Schluss mit der Dinosauriertechnik. Kein Kohlekraftwerk Moorburg", wie ein Greenpeace-Sprecher mitteilte.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp-nrd/sm) - Wegen des hohen CO2-Ausstoßes ist das im Stadtteil Moorburg geplante Kohlekraftwerk ein Streitpunkt der derzeit laufenden Koalitionsverhandlungen von CDU und Grünen. Vattenfall hatte sich dafür ausgesprochen, an dem Projekt festzuhalten. Die Umweltschützer kritisierten, dass das Kraftwerk jährlich 8,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid produzieren und damit den CO2-Ausstoß in Hamburg um 70 Prozent erhöhen würde.

"Vattenfall muss endlich erkennen, dass der Klimaschutz keine überdimensionierten Kohlekraftwerke mehr zulässt. Die Zeiten für Klimakiller sind vorbei", sagt Energieexperte Karsten Smid von Greenpeace. "Moorburg muss zum Signal werden, endlich massiv in alternative Energiekonzepte zu investieren." Eine realistische Alternative zum Kohlekraftwerk Moorburg sei ein Gaskraftwerk mit einer Leistung von 800 Megawatt und mit effizienter Kraft-Wärme-Kopplung.