Abschaltung

Greenpeace protestiert vor AKW-Obrigheim

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat heute vor dem EnBW-Atomkraftwerk Obrigheim dafür protestiert, dass der älteste deutsche Meiler termingerecht in 86 Tagen abgeschaltet wird. Geht es nach dem Betreiber, soll das Kraftwerk weiter laufen und das Kontingent einem anderen Kraftwerk abgezogen werden.

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Greenpeace-Aktivisten haben heute vor dem Atomkraftwerk Obrigheim für das termingerechte Abschalten des Meilers demonstriert. Grund: Der Betreiber des AKWs Obrigheim, der süddeutsche Energieversorger Energie Baden-Württemberg (EnBW), will nach Absprache mit Bundeskanzler Gerhard Schröder die Restlaufzeit für das älteste deutsche Atomkraftwerk über die im Atomausstieg festgelegten 86 Tage hinaus verlängern.

"Der Atommeiler in Obrigheim ist der Prüfstein für den rot-grünen Atomausstieg", sagt Greenpeace-Atomexpertin Susanne Ochse. Die Entscheidung, ob Obrigheim nach Zeitplan abgeschaltet wird oder nicht, muss laut Gesetz Umweltminister Jürgen Trittin im Einvernehmen mit Wirtschaftsminister Werner Müller und Bundeskanzler Gerhard Schröder treffen. Der Meiler in Obrigheim ist Deutschlands ältestes Atomkraftwerk.