Greenpeace Niederlande ist ab sofort Großaktionär bei Shell

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com
Für 250 000 Euro hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace Niederlande Aktien des britisch-holländischen Ölkonzerns Shell erworben. Damit will der neue "Großaktionär" Einfluss auf die Politik des Unternehmens nehmen und diese mehr in Richtung Umweltschutz lenken. Denn eine KPMG-Studie hat ergeben, dass Shell eine Summe von einer Milliarde Gulden in eine Solarzellenfabrik investieren müsse, um den Strom aus Sonnenkraft konkurrenzfähig zu machen. "Mit einer solchen Fabrik könnte der Solarstrom für 30 bis 35 Pfennig pro Kilowattstunde verkauft werden, heute kostet die Kilowattstunde noch etwas über einer Mark", zeigt Greenpeace-Klimaexperte Jan Rispens die Möglichkeiten in einem Gespräch mit dem strom magazin auf.


Durch eine neue Richtlinie der EU ist es Greenpeace auch möglich, sich an die anderen Shell-Aktionäre zu wenden. "Wir möchten viele Aktionäre hinter uns und das angestrebte Ziel bringen. Gerade in Holland sollte das möglich sein, da ein großes Umweltbewusstsein vorherrscht", sagte Jan Rispens weiter. Das Geld hat die weltweit wohl bekannteste Umweltschutzorganisation von zwei holländischen Ökobanken als Kredit bekommen, es wurden keine Fördergelder verwendet. Und eine Verkaufsoption liegt auch schon vor, so dass keinerlei Verlust gemacht werden kann. "Wir erwarten sehr viel von diesem Projekt, das es bei Greenpeace in dieser Form noch nicht gegeben hat. Die Shell-Solarzellenfabrik in Gelsenkirchen ist ein Anfang, jetzt müssen wir größere Summen investieren", so Jan Rispens abschließend.