In Neurath

Greenpeace kritisiert Vorbereitung auf Kraftwerksausbau

Die Genehmigung der Bezirksregierung Düsseldorf für RWE, vorbereitende Arbeiten für den Ausbau des Braunkohlekraftwerks in Neurath vornehmen zu dürfen, ist bei der Umweltschutzorganisation Greenpeace auf harsche Kritik gestoßen. Sie sieht das Erreichen des Klimaschutzzieles von Kyoto gefährdet.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf/Hamburg (ddp-nrw/sm) - Die Umweltorganisation Greenpeace kritisiert, dass die Bezirksregierung Düsseldorf vorbereitende Arbeiten für den Ausbau des Braunkohlekraftwerks in Neurath genehmigt hat. Greenpeace-Sprecherin Gabriela von Goerne sagte am Mittwoch in Hamburg, wenn das Kraftwerk ausgebaut werde, schaffe Deutschland sein völkerrechtlich verbindliches Klimaschutzziel von Kyoto nicht. Die Investitionssumme von 2,15 Milliarden Euro solle daher besser in nachhaltige Energien wie Geothermie und Biomasse fließen, betonte sie.

Die Bezirksregierung genehmigte der RWE Power AG, vorbereitenden Maßnahmen für den Ausbau durchzuführen, wie die Behörde mitteilte. Dies sei die Voraussetzung für den von RWE angestrebten Baubeginn der neuen Kraftwerksanlagen zum 1. Januar kommenden Jahres. Die Genehmigung in der Hauptsache steht nach Angaben des Düsseldorfer Energieministeriums noch aus.