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Greenpeace gegen irreführende E.ON-Werbung

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat heute in München, Berlin, Hamburg und Köln gegen den Stromanbieter E.ON gewettert. Die Werbung im Rahmen der Fußballweltmeisterschaft sei ein Foulspiel am Verbraucher, weil der Stromversorger noch immer nicht die Quellen seines Strommixes verständlich offenlege.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

An die Fassade der E.ON Zentrale in München haben Greenpeace-Aktivisten heute ein Plakat mit einer verfremdeten Werbung des Energieriesen montiert. Auf der Tafel sind Prominente, die sonst Werbung für E.ON machen, in Fußballtrikots und Mannschaftsaufstellung abgebildet. Bud Spencer, Götz George und Arnold Schwarzenegger posieren neben E.ON-Vorstands-Chef Ulrich Hartmann. Darüber steht in großen Lettern die Greenpeace-Forderung: "Abschalten!" und der Hinweis auf die neue Internet-Adresse www.e-off.info. Zeitgleich wird das Plakat auch in Berlin, Hamburg und Köln präsentiert. Greenpeace fordert E.ON damit auf, die Quellen seines Strommixes für jeden Stromkunden verständlich offen zu legen.

Greenpeace-Energieexperte Mathias Edler: "Die gesamte E.ON-Werbung, vor allem das Sponsoring der laufenden Fußballweltmeisterschaft ist ein Foulspiel am Verbraucher. E.ON übertüncht seine schmutzigen Atom- und Kohlestromgeschäfte mit dem sauberen Image von Fußballstars und Schauspielern. Die Verbraucher werden schlichtweg für dumm verkauft." Für mehr als die Hälfte des von E.ON verkauften Stroms gebe der Konzern keinen Herkunftsnachweis an, bemängelt die Umweltschutzorganisation.

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