Greenpeace energy und VEAG vereinbaren Durchleitung

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com
Überraschung in Berlin: Das größte ostdeutsche Stromunternehmen VEAG und der Ökostromhändler Greenpeace energy haben vereinbart, sauberen Strom durch das Übertragungsnetz der VEAG zu leiten. Damit wird Greenpeace energy der erste Ökostrom-Versorger für die Verbraucher in den neuen Bundesländern. Bisher hatte die VEAG mit Verweis auf die bestehende Braunkohle-Schutzklausel eine Durchleitung nicht zugelassen.


Mindestens 50 Prozent des Greenpeace energy-Stroms werden aus erneuerbaren Energien gewonnen und maximal 50 Prozent aus gasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Greenpeace energy-Strom ist damit laut den Bestimmungen des Energiewirtschaftsgesetzes besonders zu fördern. Der Ökostrom kann deswegen trotz bestehender Braunkohleschutzklausel durchgeleitet werden. Ein zusätzliches Argument für die Durchleitungsgewährung ist die praktizierte Herkunftsprüfung und Qualitätskontrolle des Stroms durch Greenpeace energy. Die Verpflichtung des Ökostrom-Händlers, seine Kunden nach spätestens drei Jahren mit Strom aus neu errichteten, regenerativen Erzeugungsanlagen zu versorgen, sei für VEAG ein weiteres wichtiges Argument gewesen, die Durchleitung zu gewähren. Der Vertrag soll zum 1.Oktober 2000 wirksam werden.