Sonnige Zeiten

Greenpeace energy - Kunden erhalten erstes eigenes Kraftwerk

Greenpeace energy lässt seite heute die Solarbauteile für die erste eigenen 100-Kilowatt Solarstromanlage in Schwäbisch-Hall montieren. Damit ist der Startschuss für das selbstauferlegte Neubauprogramm gefallen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com
Einen Tag nach dem symbolträchtigen 15. Tschernobyl-Jahrestag beginnt der Bau einer 100-Kilowatt Solarstrom-Anlage für die Versorgung von Greenpeace energy - Kunden. Die ersten Solarbauteile werden seit heute in Schwäbisch-Hall auf dem Dach eines ehemaligen Hangars im Solpark montiert. Das Solarkraftwerk ist die erste Energieerzeugungsanlage, die im Rahmen des Neubaukonzeptes von Greenpeace energy errichtet wird. Ab Mai soll der erste Strom für die Kunden ins Netz gespeist werden.


"Diese Anlage wird nur gebaut, weil so viele Stromkunden den Atomstromproduzenten die rote Karte gezeigt haben und zu uns gewechselt sind", freut sich Heinz Laing, Vorstand von Greenpeace energy. Das Kraftwerk ist der Start des garantierten und umfangreichen Neubauprogramms von Greenpeace energy. Projekte für weitere Anlagen, die Strom aus Biomasse, Wasser oder Wind erzeugen, sollen im Laufe des Jahres angestoßen werden. Die Photovoltaik-Anlage wird 85 000 Kilowattstunden im Jahr produzieren. Etwa 1000 Quadratmeter Fläche werden von den Solarpanelen abgedeckt. Finanziert wird die Anlage von der Planet energy GmbH & Co.KG Projekt alpha, eine von Greenpeace energy gegründete Gesellschaft zum Bau von sauberen Kraftwerken. Die Investitionssumme für die Anlage beträgt gut eine Million DM. Die Kopf AG Umwelt und Energietechnik, mit Sitz in Sulz-Bergfelden, führt den Bau des Solarkraftwerks aus.


Der Neubau von sauberen Anlagen ist ein wichtiger Aspekt der Geschäftspolitik von Greenpeace energy. Die Glaubwürdigkeit eines Ökostromanbieters steht und fällt mit dem Neubau von Anlagen. Mit dem Einstieg in die Ökostromproduktion startet Greenpeace energy den Aufbau unabhängiger Versorgungsstrukturen. "Nur durch unabhängige Erzeugungs- und Versorgungsstrukturen lässt sich auf Dauer eine Gegenmacht zu den etablierten Stromversorgern mit Atom- und Kohlestrom verwirklichen. Und nur das garantiert aus unserer Überzeugung eine ökologische Energieversorgung für die Zukunft," so Laing.