Greenpeace energy: "Gläserner Strom" per Mausklick

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com
Eine echte Neuheit präsentierte Greenpeace energy heute im Hamburger Planetarium: den "Gläsernen Strom". Ab heute kann jeder im Internet live auf einem "Strombarometer" verfolgen, wie viel sauberen Strom die Kunden von Greenpeace energy aktuell verbrauchen und woher dieser Strom kommt. Die Genossenschaft spielt mit diese Offenlegung ihrer Stromdaten die Vorreiterrolle auf dem deutschen Strommarkt.


"Die Kunden haben ein Recht zu wissen, woher ihr Strom kommt und wie er sich zusammensetzt," erklärt Heinz Laing, Vorstand von Greenpeace energy. "Wir meinen, dass für Stromkunden Transparenz und Offenheit immer wichtiger werden." Die Stromdaten werden im Halbstundentakt von den Stadtwerken Schwäbisch Hall, dem Kooperationspartner von Greenpeace energy, eingespeist. Über die Richtigkeit der Daten wacht das unabhängige Aachener Institut BET, das unter anderem auch für das Bundeswirtschaftsministerium arbeitet.


Seit dem ersten Januar 2000 liefert Greenpeace energy Strom, der zu mindestens 50 Prozent aus erneuerbaren Energien und zu maximal 50 Prozent in gasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen erzeugt wird. Inzwischen hat der Stromlieferant über 8000 Kunden unter Vertrag. Greenpeace energy bietet eine Vollversorgung mit sauberem Strom, der zeitgleich zum jeweiligen Verbrauch der Stromkunden ins Netz eingespeist wird. Greenpeace energy will mit der Kombination Vollversorgung plus Gläserner Strom den Stromkunden eine umfassende Entscheidungshilfe bieten. Viele Label und Markenzeichen sind unvollständig, weil unter anderem die Vollversorgung kein Vergabekriterium ist. "Wozu brauchen wir den TÜV oder den Umweltengel, wenn sie das wichtigste Kriterium für einen Stromwechsel
nicht berücksichtigen," fragt Sven Teske, Energieexperte bei Greenpeace. "Eine Vollversorgung, bei der Stromquellen und Strommengen für jedermann einsehbar sind, ist das beste Label überhaupt." Greenpeace selbst hatte im Herbst 1998 beim Umweltbundesamt einen Antrag für den "Blauen Engel" gestellt, wird diesen jetzt aber zurückziehen.


Greenpeace energy bietet auf seiner neuen Internetseite unter www.greenpeace-energy.de zusätzlich zum "Strombarometer" noch weitere nützliche Dienstleistungen. So wird man per E-mail einen Newsletter abonnieren können, der über aktuelle energiepolitische Ereignisse informiert. Außerdem können alle Unterlagen, die für den Wechsel zu Greenpeace energy notwendig sind, direkt von der Homepage heruntergeladen werden. Heinz Laing: "Das Internet ist heute und noch stärker in der Zukunft als direktes Kommunikationsmittel mit dem Kunden unverzichtbar. Da gibt es den persönlichen Atomausstieg auf einen Klick".