Greenpeace energy fordert Stadtwerke Augsburg zum Einlenken auf

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com
Der Ökostromanbieter Greenpeace energy hat die Stadtwerke Augsburg mit einer Frist bis zum 5. Januar anwaltlich aufgefordert, die Netznutzung zu bestätigen. Obwohl ein Rahmenvertrag zwischen den Stadtwerken Augsburg als Netzbetreiber und Greenpeace energy ist seit September unterzeichnet ist, konnte eine Belieferung der Greenpeace-Kunden bisher nicht stattfinden. Nach Ansicht des Hamburger Anbieters blockieren die Stadtwerke mit unzulässigen Verwaltungshürden: "Diese Hürden sind alle wettbewerbswidrig. Wir fordern den diskriminierungsfreien Zugang zum Stromnetz, nicht mehr und nicht weniger", so Heinz Laing, Vorstand von Greenpeace energy.


Die Stadtwerke Augsburg fordern von den wechselwilligen Kunden eine Einverständniserklärung des Grundstückseigentümers vorzulegen. "Niemand braucht die Einwilligung seines Vermieters, um den Anbieter zu wechseln. Hierdurch sollen Kunden vom Wechsel abgeschreckt werden", zeigt sich Laing entrüstet. Auch den Händlerrahmenvertrag, den Greenpeace energy unter bestimmten Vorbehalten unterzeichnet hat, erkennen die Stadtwerke Augsburg nicht an. Greenpeace energy formuliert mit jedem Vertrag Vorbehalte, um z.B. Ansprüche auf Rückforderungen wegen überhöhter Netznutzungsentgelte zu wahren. "Die Stadtwerke Augsburg benutzen unser Bestehen auf unsere Rechte zur Verweigerung der Durchleitung. Ein nicht hinnehmbares Verfahren", so Laing. Greenpeace energy hat jetzt einen Anwalt eingeschaltet und fordert von den Stadtwerken Augsburg eine Freigabe des Netzes bis spätestens zum 1. Februar.