Greenpeace energy: 6000 neue Kunden

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com
Ab 1. Januar liefert "Greenpeace energy" bundesweit umweltfreundlich erzeugten Strom an 6000 Neukunden von Flensburg bis Passau. Nach und nach soll die Stromversorgung in den nächsten Wochen aufgenommen werden. Allerdings hat auch "Greenpeace energy" mit einzelnen Stromversorgern zu kämpfen, die mit Tricks versuchen, die Konkurrenz zu behindern. "Der große Zuspruch zeigt, dass viele Verbraucher persönlich aus der Atomenergie aussteigen wollen und bereit sind, für ihre Absage an umweltschädlichen Atom- und Kohlestrom auch etwas tiefer in die Tasche zu greifen", sagt Heinz Laing, Vorstand von "Greenpeace energy". "Wir wollten bis Ende 2000 etwa 5000 Kunden gewinnen. Jetzt haben wir dieses Ziel schon in sechs Wochen übertroffen, und täglich kommen neue Verträge hinzu", fügt er begeistert hinzu.


"Greenpeace energy" ist eine Einkaufgenossenschaft für sauberen Strom. Der Strom wird in Vollversorgung, also rund um die Uhr 365 Tage im Jahr geliefert und kommt zu mindestens 50 % aus erneuerbaren Energiequellen und zu maximal 50 % aus gasbefeuerten, effizienten Kraftwärmekopplungs-Anlagen (KWK). Die Kilowattstunde kostet brutto 34,95 Pfennig plus einer monatlichen Grundgebühr von 9,90 DM. Wer zu "Greenpeace energy" wechseln will, muss einen Stromvertrag unterschreiben und die letzte Abrechnung an die Genossenschaft schicken, die alles weitere erledigt. Laing: "Niemand braucht mehr einen Pfennig für Atom- und Kohlestrom zu bezahlen, und jeder kann sich seine eigene atomstromfreie Zone schaffen."


Wie auch andere neue Stromanbieter klagt "Greenpeace energy" ebenfalls darüber, dass der Abschluss von Durchleitungsverträgen teilweise massiv und mit fadenscheinigen Begründungen verzögert wird. Es gibt Stromversorger, die versuchen, Neukunden durch persönliche Briefe und Drohungen abzuschrecken. Noch schwerwiegender ist der Versuch, über eine sogenannte Wechselgebühr den Wechsel zu "Greenpeace energy" zum finanziellen Abenteuer zu machen. So verlangen die HEW in Hamburg pro Kunde 49 DM für eine "Zählerstandsermittlung", andere Stromversorger verlangen bis zu 100 Mark. Heinz Laing: "Einschüchterungsbriefe und Strafgebühren sind unzulässig und behindern den Wettbewerb. Wir prüfen rechtliche Schritte dagegen. Die alten Stromversorger werden den Erfolg von umweltfreundlichem Strom mit diesen Methoden nicht verhindern."