Fünf-Punkte-Plan

Greenpeace: Emissionshandel verbessern!

Bald beginnen die Beratungen zum zweiten Teil des nationalen Allokationsplans für die Jahre 2008 bis 2012. Dafür fordern die Umweltschützer von Greenpeace, die Schwerpunkt mehr auf Klimaschutz zu legen. Sie verweisen auf eine neue Studie, nach das bisherige System falsche Marktsignale setzt.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Hamburg (red) - Die Umweltorganisation Greenpeace hat die Bundesregierung mit einem Fünf-Punkte-Plan aufgefordert, die anstehende Fortschreibung des nationalen Allokationsplanes für die Jahre 2008 bis 2012 deutlich für mehr Klimaschutz zu nutzen. Die Aktivisten flankieren ihre Forderung mit einer neuen Studie des Institut Ecologic aus Berlin, nach der die bisherige kostenlose Zuteilung von Verschmutzungsrechten im Emissionshandel falsche Marktsignale setze, den Wettbewerb verzerre und effektiven Klimaschutz behindere.

"Energieerzeuger machen mit Klimazerstörung Gewinne, während wir dieses schmutzige Geschäft mit höheren Strompreisen bezahlen müssen", kommentierte Greenpeace-Klimaexpertin Gabriela von Goerne. "Zwar geben höhere Stromkosten einen Anreiz zum Energiesparen, doch was nützen diese höheren Belastungen, wenn RWE davon neue klimaschädliche Braunkohlekraftwerke bauen kann?", so von Goerne weiter.

Die Greenpeace-Forderungen im Überblick:

  • Versteigerung von zehn Prozent der Emissionszertifikate in den Jahren 2008 bis 2012 nach geltendem EU-Recht statt kostenloser Zuteilung
  • nach 2012 Versteigerung von 100 Prozent der Emissionszertifikate
  • Einführung eines einheitlichen "benchmarks", eines Höchstwerts für den Kohlendioxid-Ausstoß für alle fossilen Kraftwerke
  • keine Anrechenbarkeit von Auslandsprojekten für hiesige Emissionsüberschreitungen
  • Verpflichtung der Bundesregierung, alle Versteigerungserlöse in den Ausbau erneuerbarer Energien und in Effizienz wie z.B. Wärmedämmung an Gebäuden zu investieren