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08.06.2010, 12:00 Uhr

Strom-News

Studie

Greenpeace: Bis 2050 bis zu 80 Prozent Erneuerbare möglich

Bis 2050 könnten Erneuerbare Energien 80 Prozent des weltweiten Energiebedarfs decken. Zusammen mit Energiesparmaßnahmen ließen sich die globalen CO2-Emissionen so um mehr als 80 Prozent reduzieren. Die Einsparungen bei Brennstoffimporten würden dabei den Umbau komplett finanzieren.

Berlin (red) - Dies belege die Neuauflage der Studie "Energie [R]evolution: Ein nachhaltiger Weltenergieausblick", die Greenpeace und der Europäische Dachverband der Industrie für Erneuerbare Energien (EREC) am Montag vorlegten. Greenpeace fordert die Regierungen weltweit dazu auf, in den Umbau der Energieversorgung zu investieren.

"Unser Energiekonzept führt zu mehr Versorgungssicherheit. Es macht unabhängig von stark schwankenden Weltmarktpreisen für Öl, Gas und Kohle sowie deren umweltzerstörende Förderungen. Die BP-Katastrophe im Golf von Mexiko ist eine Folge falscher Energiepolitik", sagte Sven Teske, Energieexperte bei Greenpeace International.

Boomregionen Indien und China berücksichtigt

Die vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erstellte Studie liefert einen "Masterplan" für den steigenden Energiebedarf der Welt, ohne den Klimaschutz zu gefährden. Sie berücksichtigt dabei das weltweite Wirtschaftswachstum auch in den Boomregionen China und Indien und bilde so einen ökologischen Gegenentwurf zum "World Energy Outlook" der Internationalen Energieagentur (IEA).

Greenpeace Christine Lins, Geschäftsführerin von EREC: "Eine vollständige Stromversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien ist keine Frage der Technik, sondern des politischen Willens. Auch in der Finanzkrise 2009 konnte der Windenergiemarkt um 41,5 Prozent zulegen." Die Erneuerbare-Energien-Branche seit bereit und in der Lage, diesen Plan umzusetzen.

Weltweit 12 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze

Bis zu 95 Prozent der Stromversorgung könnten der Studie zufolge im Jahr 2050 aus regenerativen Energien stammen. Die Brennstoffkosten für Öl, Kohle und Gas würden bis 2030 um fast fünf Billionen Euro sinken, aus denen die Mehrkosten für den Umbau der Stromversorgung finanziert werden könnten. Die Erneuerbaren Energien würden bis 2050 ihren jährlichen Umsatz von derzeit 80 Milliarden auf über 480 Milliarden Euro steigern.

Nutzten Regierungen und Unternehmen das enorme Wachstumspotenzial, könnte die Zahl der Arbeitsplätze in diesem Bereich bis 2030 von heute rund zwei auf mehr als 8,5 Millionen ausgebaut werden, etwa eine Million davon in Deutschland. Im gesamten Energiesektor entstünden der Studie zufolge bis zu 12 Millionen Jobs.

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