Ziele werden verfehlt

Greenpeace bezweifelt Wirksamkeit von Klimaprogramm

Laut Greenpeace lassen sich mit den Maßnahmen des heute beschlossenen Klimapaketes bis 2020 nur die Hälfte der von jetzt an notwendigen 270 Millionen Tonnen Treibhausgase jährlich einsparen. Die Umweltschützer fordern daher deutliche Nachbesserungen an den Maßnahmen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (red) - Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2020 den Ausstoß von Treibhausgasen in Deutschland um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Mit ihrem laut Greenpeace "verwässerten" Klimaprogramm werde sie aber nur auf knapp 30 Prozent Einsparung kommen. "Wir haben jede Maßnahme des Klimaschutzprogramms der Bundesregierung durchgerechnet und das Ergebnis ist erschreckend", sagt Andree Böhling, Energie-Experte von Greenpeace.

Vor allem im Kraftwerkssektor werdedie geplante Verringerung der Kohlendioxidemissionen um 20 bis 30 Millionen Tonnen pro Jahr verfehlt, wenn die 25 geplanten neuen Kohlekraftwerke tatsächlich gebaut werden. Durch fehlende Anreize für die Abschaffung der Nachtspeicheröfen verschenkt die Bundesregierung ein Einsparpotenzial von fast 20 Millionen Tonnen Kohlendioxid."

"Halbherzigen Klimaschutz können wir uns nicht mehr leisten", so Böhling. Einige Politiker hätten offenbar noch nicht begriffen, wie ernst die Lage mittlerweile sei.