Rückfall

Greenpeace-Atomexperte: Union plant neue Kraftwerks-Generation

Vor dem Tagungsort von CDU und CSU in Berlin haben Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace heute 400 Attrappen von Atommüllfässern aufgebaut. Sie wollen damit gegen die Pläne der Christdemokraten demonstrieren, im Falle eines Wahlsieges die Laufzeiten von Atomkraftwerken zu verlängern.

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Berlin (ddp/sm) - Der Atomexperte der Umweltschutzorganisation Greenpeace, Thomas Breuer, warnt vor einem "Rückfall" in das Atomzeitalter. Die Union wolle nicht nur die Restlaufzeiten der Atommeiler verlängern, sondern den Weg bereiten "für eine neue Generation von Atomkraftwerken", sagte Breuer am Montag der Nachrichtenagentur ddp in Berlin. Dieser rückwärtsgewandte Weg werde die erneuerbaren Energien "ausbremsen" und die Klimaschutzziele gefährden, warnte der Umweltaktivist.

Etwa 50 Greenpeace-Aktivisten bauten heute vor dem Tagungsort der Vorstände von CDU und CSU eine Mauer mit etwa 400 Attrappen von Atommüllfässern auf. Vom Dach des Gebäudes aus entrollten sie ein Großplakat mit dem CDU-Logo sowie dem Warnzeichen vor Atomgefahr. CDU und CSU waren am Morgen zusammengekommen, um abschließend über das gemeinsame Programm für die geplante Bundestagswahl zu beraten.