Zur Energieministerkonferenz

Greenpeace-Aktivisten protestieren gegen Stromfresser

Aus Protest gegen Energieverschwendung durch elektrische Geräte und Produkte rollen heute Greenpeace-Aktivisten mit einer Straßenwalze am Brandenburger Tor in Berlin über 10.000 Glühbirnen. Anlass ist eine Konferenz von Energieministern von EU und G8 im Berliner Congress Centrum.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Umweltschutzorganisation fordert von der Ministerkonferenz zur Bekämpfung des Klimawandels weitreichende Vorgaben für eine höhere Energieeffizienz. So fordert Greenpeace, die Herstellung und Verwendung von Stromfressern wie der Glühbirne zu beenden und leistungsfähige Produkte mit geringem Verbrauch auf dem Markt durchsetzen. "Wir brauchen ein Verbot für Glühbirnen und starke Effizienzstandards", so Karsten Smid, Klimaexperte von Greenpeace. "Für die EU ist das ein einfacher Schritt und ein wichtiges politisches Signal an andere Länder."

Mit der heutigen Aktion starten die Umweltschüzter eine internationale Effizienzkampagne mit dem Ziel, die immense Energieverschwendung durch Elektrogeräte zu stoppen. Nach einer Greenpeace-Studie für ein weltweites Energieszenario lassen sich die Treibhausgase vor allem durch die Kombination von Energieeffizienz und Ausbau der Erneuerbaren Energien wie Wind, Sonne, und Erdwärme verringern.

Die Minister der EU und der G8 beraten in Berlin zwei Tage zum Thema Energieeffizienz. Durch ihre derzeitige Doppelpräsidentschaft in der EU und der G8 hat sie eine besondere Verantwortung für Fortschritte im Klimaschutz, so Greenpeace.