Greenpeace-Aktivisten protestieren auf der Wintertagung der deutschen Atomwirtschaft

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com
Zu Beginn der Wintertagung des deutschen Atomforums sprangen vier Mitglieder der Umweltorganisation Greenpeace während der Eröffnungsrede auf das Podium des Konferenzsaals und entrollten ein zwei mal drei Meter großes Transparent mit dem Aufdruck "Shareholder Value? - Stoppt Atomenergie!" über dem Bild eines Kindes, das durch den Atomunfall in Tschernobyl unter erheblichen Missbildungen leidet. Greenpeace wirft dem deutschen Atomforum vor, aus Profitgründen starrköpfig an einer Technologie festzuhalten, die den Menschen und der Natur nachweislich schadet.


"Wie kann man sich heutzutage noch ernsthaft für eine langfristige Nutzung der Atomkraft stark machen?" fragt Veit Bürger, Energieexperte bei Greenpeace. "Die Atomenergienutzung ist unkontrollierbar. Auch in hoch industrialisierten Ländern kommt es immer wieder zu Pannen in Atomanlagen. Das Problem der Atommüll-Entsorgung ist weltweit ungelöst. Dies einfach zu ignorieren, ist verantwortungslos. Das deutsche Atomforum sollte umdenken, den Ausstieg aus der Atomenergie forcieren und sich dann auf den Jahrzehnte dauernden Rückbau der Kraftwerke konzentrieren."