Protest gegen Kraftwerk

Greenpeace-Aktivisten erklimmen Hamburger Rathaus

Aus Protest gegen den geplanten Bau eines neuen Kohlekraftwerks in Hamburg haben Greenpeace-Aktivisten am Mittwoch das Hamburger Rathaus erklommen. Bergsteiger kletterten am Nachmittag an der Fassade des Gebäudes empor und versuchten, vom Balkon aus ein Transparent zu entrollen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp-nrd/sm) - Nachdem die Aktivisten wiederholt versucht hatten am Balkon hochzuklettern, nahmen die Beamten sechs von ihnen bis zum Ende der Veranstaltung in Gewahrsam, wie ein Sprecher der Polizei Hamburg mitteilte.

Hintergrund der Überraschungsaktion war die letzte zweitägige Sitzung des Parlaments vor der Bürgerschaftswahl am 24. Februar, wie Greenpeace-Sprecher Björn Jetka sagte. Es sei das erklärte Ziel von Bürgermeister Ole von Beust (CDU), Hamburg zum Vorreiter in Sachen Klimaschutz zu qualifizieren. Damit sei jedoch ein Kraftwerk nicht vereinbar, das jährlich 8,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid produziere und damit dessen Ausstoß in der Hansestadt um 70 Prozent erhöhe.

Zudem wolle man den Druck auf den Senat erhöhen, der Bürgerschaft und der Öffentlichkeit endlich Einsicht in die Unterlagen zur Kraftwerksplanung mit dem Energiekonzern Vattenfall im Stadtteil Moorburg zu gewähren. Dies sei bisher nicht geschehen.