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Greenpeace-Aktion an zwei E.ON-Atomkraftwerken

Die Umweltschutzorgansiation Greenpeace fordert eine Stromkennzeichnung, die Erzeugungsart und Herkunft des Stroms auf der Rechnung und in der Werbung offenlegt. Nur dann hätte der Verbraucher die Möglichkeit, sich bewusst für einen "sauberen" Energieversorger zu entscheiden. Eine Aktion an zwei E.ON-AKW's verdeutlichte heute die Initiative.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Mit zwei zeitgleichen Aktionen an den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Gundremmingen protestieren Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace heute für eine gesetzliche Pflicht zur Stromkennzeichnung. Dazu beschreiben sie über 100 Meter lange Transparente mit einer Auswahl schwerer Störfälle der vergangenen Jahre an beiden Standorten.

"Nur wenn der Verbraucher weiß, wo sein Strom herkommt, kann er sich bewusst für einen sauberen Energieversorger entscheiden", begründet Greenpeace-Atomexperte Mathias Edler die Initiative. Von den 19 deutschen Atomkraftwerken stünden besonders Siedewasserreaktoren wie in Brunsbüttel und Gundremmingen im Mittelpunkt der Kritik. Greenpeace fordert eine Stromkennzeichnung, die Erzeugungsart und Herkunft des Stroms auf der Rechnung und in der Werbung offenlegt. "Wenn auf der Stromrechnung draufsteht, wieviel Prozent Atomstrom der Konzern im Angebot hat, kann sich der Verbraucher selbst aussuchen, ob er das gefährliche Spiel mitfinanzieren will", sagt Edler.