Castor-Transport

Gorleben: Polizei erwartet mehr Demonstranten als 2006

Polizei und Atomkraftgegner bereiten sich auf den bevorstehenden Atommülltransport nach Gorleben vor. Polizei-Einsatzleiter Friedrich Niehörster erwartet in der Region Lüchow-Dannenberg weitgehend friedlichen Widerstand. Umweltinitiativen kündigten bereits Blockadeaktionen an.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Lüneburg/Hannover (ddp/sm) - Er rechne wegen der laufenden Debatte um das Lager Asse und die Lagerung von Atommüll im Allgemeinen damit, "dass es mehr Menschen werden", sagte Niehörster. Vor zwei Jahren hatten nach Angaben der Polizei etwa 5000 Menschen gegen die Lagerung von hoch radioaktivem Atommüll in Gorleben protestiert. Mehr als 10.000 Beamte waren im Einsatz.

Zur Zahl der voraussichtlich eingesetzten Polizisten wollte sich Niehörster nicht direkt äußern. Er glaube aber nicht, dass die Zahl der 2006 eingesetzten Beamten beim kommenden Transport ausreichen werde.

Für dieses Jahr wurden 30 Protestaktionen von Atomkraftgegnern genehmigt, darunter Demonstrationen und Mahnwachen. Der Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover, Thomas Osterroth, erwartet weitgehend friedliche Proteste. Allerdings rechnen die Einsatzkräfte auch mit gewaltbereiten Demonstranten. Straftaten wie die Blockade von Gleisabschnitten würden die Einsatzkräfte "nicht dulden", sagte Osterroth.