Endlager-Projekt

Gorleben kostete bislang 1,54 Milliarden Euro

Die Untersuchung des Salzstocks Gorleben auf seine Endlager-Tauglichkeit hat bislang rund 1,54 Milliarden Euro gekostet. Vom Beginn der Erkundung 1977 bis zum vergangenen Jahr seien Kosten in Höhe von 1,51 Milliarden Euro entstanden, erklärte die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. Für 2008 seien im Bundeshaushalt weitere 27,6 Millionen Euro veranschlagt.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Gorleben (ddp-nrd/sm) - Die Initiative berief sich auf aktuelle Angaben der Bundesregierung. Der Salzstock Gorleben wird seit etwa 30 Jahren auf seine Eignung als Endlager für hoch radioaktiven Atommüll untersucht. Im Jahr 2000 wurden die Arbeiten unterbrochen, das zwischen Regierung und Energiewirtschaft vereinbarte Moratorium gilt für höchstens zehn Jahre. Während des Baustopps laufen die Wartungs- und Sicherungsarbeiten weiter.

Union und FDP drängen auf eine zügige Fortsetzung der Erkundung in Gorleben. Dagegen will Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) zeitgleich auch andere mögliche Endlager-Standorte untersuchen lassen. Laut Atomgesetz ist die Bundesrepublik Deutschland für die Einrichtung eines Endlagers zuständig. Die Kosten müssen von den Abfallverursachern getragen werden.