Gefahr zu groß

Gorleben: Greenpeace und BI stellen Antrag auf Widerruf der Genehmigungen

Im Hinblick auf die Terroranschläge auf Amerika fordern die Umweltschutzorganisation Greenpeace und die Rechtshilfe Gorleben eine Aufhebung der Genehmigung für Atomtransporte nach Gorleben.

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Greenpeace und die Rechtshilfe Gorleben haben heute beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) Antrag auf Widerruf der Genehmigung für Atomtransporte nach Gorleben und den Betrieb des Zwischenlagers gestellt. Wie die beiden Organisationen heute in Hamburg mitteilten, wurden im Genehmigungsverfahren Anfang der 90er Jahre Flugzeugabstürze und Sabotageakte stets als hinnehmbares Restrisiko einkalkuliert. Vor dem Hintergrund der Terroranschläge in den USA muss die Sicherheit des Zwischenlagers nun völlig neu bewertet werden. Der Antrag ist verbunden mit der Forderung nach einem sofortigen Einlagerungsstopp von Atommüll und somit der Absage des für Mitte November geplanten Atomtransportes von Frankreich nach Gorleben.

"Atomanlagen wie in Gorleben zählen zu den empfindlichsten Stellen im ganzen Land", sagt Susanne Ochse, Energieexpertin bei Greenpeace. "Gezielte Angriffe oder Flugzeugabstürze können katastrophale Folgen haben. Spätestens seit dem elften September muss jedem klar sein, dass Terroranschläge oder Unfälle, die kein Mensch für möglich gehalten hat, doch passieren können."