Gorleben: Erkundungsarbeiten werden unterbrochen - Umweltminister Jüttner: "Als Endlager nicht geeignet"

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Die Erkundung des Salzstockes in Gorleben wird unterbrochen, der Betrieb wird sich auf die reine Offenhaltung und Sicherung des Erkundungsbergwerkes beschränken. Das sehen die entsprechenden Betriebspläne vor, die heute vom Bergamt Celle zugelassen worden sind. Im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) hatte die Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe (DBE) die Zulassung der Verlängerungen des Rahmenbetriebsplanes um zehn Jahre (bis zum 30. September 2010) und die Zulassung des Hauptbetriebsplanes bis zum 30. September 2002 beantragt. Der Hauptbetriebsplan beschreibt die konkreten Tätigkeiten während der Offenhaltung - beispielsweise Mess- und Überwachungsarbeiten, Wartungs- und Sicherungsarbeiten - der Rahmenbetriebsplan gibt eine Übersicht zum Gesamtvorhaben.



"Heute beginnt das Moratorium für Gorleben, das ist ein wichtiger Schritt", sagte Umweltminister Wolfgang Jüttner. "Für die Niedersächsische Landesregierung war immer klar - Gorleben ist als Standort für ein Atommüll-Endlager nicht geeignet".



Bundesregierung und Energieversorgungsunternehmen haben in ihrer Konsensvereinbarung beschlossen, die Erkundung des Salzstockes Gorleben bis zur Klärung konzeptioneller und sicherheitstechnischer Fragen um mindestens drei, längstens zehn Jahre zu unterbrechen. In dieser Zeit sollen Eignungskriterien für ein Endlager entwickelt und die Konzeption für die Endlagerung radioaktiver Abfälle überarbeitet werden.