Risikoabsicherung

Goldman Sachs wird achte Clearing-Bank der EEX

Zur Absicherung der im Termingeschäft übernommenen Zahlungs- oder Lieferpflichten brauchen Käufer und Verkäufer eines Kontraktes nur bei ihrer Clearingbank Sicherheiten zu hinterlegen. Bei der Leipziger Strombörse EEX sind mit dem Finanzdienstleister Goldman Sachs nun acht Clearing-Banken im Portfolio.

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Leipzig (red) - Der Finanzdienstleister Goldman Sachs International fungiert mit sofortiger Wirkung als Direct Clearing Member für den Terminmarkt an der Leipziger Strombörse European Energy Exchange (EEX). Mit dem Einstieg der Goldman Sachs Group, deren auf den Rohstoffhandel spezialisierte Tochtergesellschaft J. Aron & Co. bereits seit Juni als Händler am Spotmarkt der EEX tätig ist, erhöht sich die Anzahl der EEX-Clearing-Banken auf acht.

Clearingbanken seien ein wesentlicher Bestandteil des EEX-Sicherungssystems, teilte die Strombörse mit. Bei der EEX seien, ähnlich wie bei der Eurex, die Clearingbanken direkt in den Prozess der Sicherung eingebunden. Bei Abschluss eines Termingeschäftes stünden sie vertraglich zwischen der Börse und den Handelsteilnehmern und könnten so einen wesentlichen Teil des Risikomanagements übernehmenm.

Seit der Insolvenz des amerikanischen Energiekonzerns Enron im Herbst 2001 ist das Kontrahentenrisiko verstärkt in den Blickpunkt der Börsenteilnehmer gerückt, begründete die EEX ihre Initiative. Dabei gehe es insbesondere um die Absicherung gegen den Fall, dass ein Geschäftspartner plötzlich seinen Zahlungs- und Lieferverpflichtungen nicht mehr nachkommt.